«Eine solche Ausstellung hat es so noch nie gegeben und wird es so nicht mehr geben», sagte der Museumsdirektor Sam Keller anlässlich der Medienkonferenz. Rund 40 Skulpturen Brancusis, die sonst kaum noch ausgeliehen werden, und zehn Plastiken von Serra vereint die von Oliver Wick kuratierte Ausstellung von zwei der bedeutendsten Bildhauer des 20. Jahrhunderts.
Der Aufwand für die Installation der Stahlplastiken von Serra hat gemäss Aussage von Sam Keller «alles in den Schatten gestellt». Die Werke sind zur See, auf dem Rhein und per Schwertransport herangebracht worden, Strassen wurden abgesperrt, Fassaden abgebaut. Im Museum mussten zudem die statischen Voraussetzungen geschaffen werden um die Werke von bis zu 43 Tonnen Gewicht ausstellen zu können. Allein für das Einbringen der drei Meter hohen und neun Meter langen Plastik «Fernando Pessoa» wurden laut der Fondation – die Skulptur selbst mitgerechnet – 80 Tonnen Stahl bewegt.
Die gesamte Planung begann ein Jahr zuvor. Die Tragwerksplaner von Rapp Infra berechneten die Bodenverstärkungen, welche vorab für diese Tonnenlasten vorgenommen werden mussten. Um diese enorm schweren Kunstwerke an den für sie vorgesehenen Ort zu platzieren, musste ein Trassee, das heisst eine Strasse durch das Museum gelegt werden. Die Lasten, welche bis zu 43 Tonnen betrugen, wurden auf eine Stahlplattenpiste gelegt. Diese 40 mm dicke Stahlplattenpiste wurde mittels Stahlstützen auf dem Betonboden montiert. Alle Kunstwerke wurden auf Luftkissen und den entsprechenden Lastverteilplatten (oberhalb des Hohlbodens) gestellt. Die Luftkissen wurden mit Pressluft angehoben. Somit konnten die Skulpturen mit geringer Kraft verschoben werden. Für das Werk «Delineator» wurde die Decke verstärkt, damit die Stahlplatte mit einem Gewicht von 3,5 Tonnen oben bleibt.
Weltweit verantwortlich für den Transport, Aufbau und die Installationen von Kunstgegenständen ist die Firma Fuchs (Realisationen). Das enorme Fachwissen, die Geschicklichkeit und die 28-jährige Erfahrung von der Firma Fuchs waren ausschlaggebend für das Gelingen dieses aufwändigen Vorhabens.
Die Leihgaben zur Ausstellung stammen aus Privatsammlungen und Museen aus aller Welt, so aus dem Guggenheim Museum und dem Museum of Modern Art in New York, der Tate in London, dem Centre Pompidou in Paris und vielen andern. In Riehen war die Schau bis zum 21. August 2011 zu sehen; jetzt wechselt sie ins Guggenheim Museum Bilbao.
Einige Impressionen der spektakulären Installationen zeigen die nachfolgenden Bilder
Hochstrasse 100, 4018 Basel, Switzerland, Tel. 061 335 77 77, Fax 061 335 77 00,rappbs@rapp.ch