Warum verbrauchsabhängig abrechnen?

Am Ursprung der verbrauchsabhängigen Verteilung der Kosten für Heizung und Warmwasser stehen zwei Gedanken:

  • Verteil- oder Verursachergerechtigkeit.
  • Brachliegendes Energie-Einsparungspotenzial, welches mit ökonomischen Anreizen durch das Verhalten des Einzelnen mobilisiert werden kann.

Bewohner von Mehrfamilienhäusern leben in einer Art Schicksalsgemeinschaft. Sie partizipieren an Kosten, welche sie nur begrenzt selbst beeinflussen können. Bei einer Verteilung der Wärmekosten nach Wohnungsgrösse oder Anzahl Bewohnern finanziert ein Mieter A, der sparsam heizt, indem er zum Beispiel während seinen Abwesenheiten die Temperaturen senkt, die Heizkosten eines Mieters B mit, der auch im Winter Sommerbekleidung trägt und zu den Dauerlüftern gehört. Grösser als bei der Heizung fallen meist die Unterschiede beim Warmwasserverbrauch aus. Nicht mengenmässig erhobene Abrechnungen und steigende Energiepreise führen hier zu noch krasseren Ungerechtigkeiten.

Hier setzt die verbrauchsabhängige Heiz- und Warmwasserkostenabrechnung (VHKA) an. Mit den heutigen technischen Möglichkeiten, elektronischen Messgeräten und EDV-Abrechnungsmodellen, sind Wärmeabrechnungen nach „herkömmlichen Schlüsseln“ nicht mehr vertretbar. Erfahrungen zeigen denn auch: dort, wo verbrauchsabhängig abgerechnet wird, schätzt die Mieterschaft die Verteilgerechtigkeit und wehrt sich gegen eine allfällige Abkehr von der VHKA.

Die nach den heute geltenden Bauvorschriften und Energiegesetzgebungen erstellten Bauten weisen gute Wärmedämmungen und infolgedessen kleinere Grundverbräuche auf. Besonders angezeigt ist die VHKA für die bis etwa Ende der 80-er Jahre erstellte Bausubstanz, also für so genannte Altbauten. Diese machen gleichzeitig den Löwenanteil des Hochbauvolumens aus. Hier liegt – meist ohne Komfortverlust - durch verantwortungsbewusstes Heizen ein riesiges Sparpotenzial brach.

Die VHKA führt nachgewiesenermassen zu einem haushälterischen Umgang mit der Wärme, die ökonomischen Anreize funktionieren also. Das Bundesamt für Energie (BFE) hat für Altbauten eine Senkung des Energieverbrauches um 14% ermittelt, mit welcher die Einführung der VHKA einhergeht. Auf der Basis dieser Erfolgskontrolle werden allein in den Überbauungen, für welche Rapp Wärmetechnik die VHKA betreibt, rund 32'000 Tonnen CO2 vermieden und 12 Mio Liter Heizöl eingespart, was etwa dem Heizwärmebedarf aller Haushaltungen der Stadt Olten entspricht.

Die VHKA kombiniert Ökonomie und Ökologie in idealer Weise. Rapp Wärmetechnik leistet aktiven Umweltschutz!

 
Rapp Gruppe

Hochstrasse 100, 4018 Basel, Switzerland, Tel. 061 335 77 77, Fax 061 335 77 00,rappbs@rapp.ch