Neue Radio-Onkologie am Kantonsspital Winterthur bewährt sich

05.02.2018

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Mit dem Neubau der Radio-Onkologie starteten die Baumassnahmen zum Ersatzneubau des Kantonsspitals Winterthur. Der 2010 gewonnene Wettbewerb von Rapp und Butscher Architekten (RA-B Planergemeinschaft) hat sich in der Planungsphase ab 2011 weiterentwickelt. Nach der Vorprojektphase 2012 wurde gemeinsam beschlossen, die bestehende Radio-Onkologie in einem eigenständigen Neubau zu realisieren. Der neue Pavillon entstand in der Süd-West-Ecke des Spitalgeländes als solitärer Baukörper. Das Gebäudevolumen entwickelt sich in einem wesentlichen Teil ins Erdreich, da die strahlengeschützten Räume der Linac-Räume eine hohe Erdüberdeckung benötigen. Im Gegensatz zu den meisten vergleichbaren Anlagen in der Schweiz konnte durch unser Konzept erreicht werden, dass auch in den Untergeschossen für die Patienten eine angenehme Atmosphäre am Licht und mit Aussenraumbezug gewährleistet ist.

Zwischen zwei versetzt angeordneten oberirdischen Gebäudevolumen taucht das Terrain in die Tiefe und bildet zwei Innenhöfe. Im Inneren führt eine grosszügige, gewendelte Treppe über einen teilweise zweigeschossigen Hallenbereich in die Tiefe. Die geräumigen Wertebereiche am Licht erleichtern den Patienten den Aufenthalt im Gebäude und ermöglichen dem hochspezialisierten Personal eine angenehme Arbeitsatmosphäre auch im Untergeschoss. Die warme Atmosphäre und die gepflegte Materialwahl erfüllen sämtliche Anforderungen dieser hochtechnisierten medizinischen Einrichtung, ohne die Technik in den Vordergrund zu stellen. Das Wohlbefinden der Patienten und des Personals stand jederzeit im Zentrum des Entwurfsgedankens. Unterirdisch ist die neue Radio-Onkologie mit dem Hauptgebäude durch einen unterirdischen Gang verbunden. Der lange Korridor wird mit einem Lichtspiel in LED-Technik bespielt.

Rapp erbringt im gesamten Projekt des Ersatzneubaus die Planungsleistungen für Architektur und Generalplanung (zusammen mit Butscher Architekten) sowie Bauingenieurwesen, Werkleitungen, Verkehr, Baustellenlogistik.

Fotos: Axel Brog