Im Rahmen der Sanierung des Schulhausplatzes in Baden wird die Verkehrsführung neu geordnet und den heutigen Bedürfnissen angepasst. Kernpunkt ist die Durchleitung der Busse vom Bahnhof stadtauswärts durch einen einspurigen Bustunnel. Eine Rampe führt die nach rechts in die Mellingerstrasse abbiegenden Busse zur Haltestelle Lindenplatz, während die Busse in Richtung Wettingen und Surbtal den Schulhausplatz in der zweiten Ebene unterqueren und erst vor der Hochbrücke wieder auftauchen.

Bei der Leistungsfähigkeitsbetrachtung des geplanten Bustunnels standen sicherheitstechnische und betriebliche Aspekte im Fokus. Um valide Aussagen auf diese Fragestellungen zu erhalten, hat Rapp das Busliniennetz zwischen Bahnhof-Ost und Schulhausplatz resp. Lindenplatz in einem Mikrosimulationsmodell abgebildet.

Eine Vielzahl von Szenarien inklusive betrieblicher Störungsfälle wurde mit dieser Methodik simuliert. Neben einer Variation des Busangebotes (Fahrplan 2011 oder 2016, fahrplantreue Fahrten oder Verspätungsniveau) wurden Schritt für Schritt alle nötigen signaltechnischen Massnahmen identifiziert und abgebildet.

Weitere Ablaufoptimierungen haben sich aus den ermittelten Resultaten und deren Analysen ergeben (z.B. Abfahrtsreihungen). Dabei bestätigte sich die Annahme, dass eine Dosieranlage an der Tunneleinfahrt notwendig ist, um ein verkehrsbedingtes Stehenbleiben im Tunnel zu vermeiden. Aufgrund der realistischen Darstellung der Busankünfte am Tunnelportal konnte zudem gezeigt werden, welche Auswirkungen die Dosierung auf die Belegung der Haltestelle am Schlossbergplatz haben wird.