Die Wirtschaft von Tansania hängt hauptsächlich ab von der Landwirtschaft und der Herstellung landwirtschaftlicher Güter, Getränke, Holzprodukte und grundlegender Konsumgüter. Darüber hinaus ist auch die Bergbauindustrie von Bedeutung. Diesen Aktivitäten gemeinsam ist die Verwendung grosser Mengen von oftmals gefährlichen Chemikalien.

Trotz dieses verbreiteten Einsatzes sind die potenziellen Risiken für Chemieunfälle in Bezug auf die Unternehmen mit Chemikalien weder identifiziert noch befasst man sich mit dieser Frage.

Im Jahr 2003 etablierte sich auf nationaler Ebene die Notwendigkeit einer Notfallplanung, einschliesslich der Entwicklung von betrieblichen Notfallplänen und einem systematischen Risikomanagement.

In enger Zusammenarbeit mit dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) will Tansania das Bewusstsein für Risiken im Umgang mit gefährlichen Chemikalien wie auch Präventionsmassnahmen der einschlägigen Institutionen im Land fördern. Auch die Arbeitssicherheit und die Sicherheit von Gemeinden im Einzugsgebiet potenzieller Unfälle sollen verbessert werden.

Im Rahmen des 'Chemical Accident Prevention and Preparedness Programme (CAPP TZ)' prüft Tansania seinen bestehenden Rahmen für die chemische Unfallverhütung und -bereitstellung und entwickelt diese basierend auf den von UNEP entwickelten Werkzeugen weiter.

Rapp unterstützt das Projekt als technischer Sachverständiger, beauftragt und finanziert vom Bundesamt für Umwelt BfU. Das Mandat als technischer Experte umfasst die Überprüfung der Projektplanung, Terminierung von Workshops, Meetings und Aufgaben wie auch die Überarbeitung der Projektdokumente. Zudem muss innerhalb des Projekts die Sicherheit hinsichtlich der Gefahrgutprobleme gewährleistet werden.

Das Projekt in Kürze

​Technische Unterstützung für gefährliche Güter und chemische Gefahren basierend auf der Hauptgefahrenverordnung der Schweiz und der SEVESO-Richtlinie in der EU