Ausgangslage

19 Jahre nach der Umgestaltung des Centralbahnplatzes haben die stark beanspruchten Gleise das Ende ihrer Lebensdauer erreicht und müssen erneuert werden. Neben dem Gleisersatz soll auch die Gleisgeometrie optimiert und die Tramhaltestellen an das Behindertengleichstellungsgesetz (BehiG) angepasst werden.

Auftrag

Unser Mandat umfasste Bauprojekt, Plangenehmigungsverfahren, Ausschreibung, Ausführungsplanung, Bauleitung, Umweltbaubegleitung und Inbetriebnahme.

Die Gleise wurden inklusive Gleisbeton und Gleisentwässerung ersetzt. Zum Schutz gegen Erschütterung sind die neuen Gleiskörper auf Dämmmatten verlegt, wobei ein neues Befestigungssystem (W-Tram) mit Streustromschutz eingesetzt wurde. Die vollständige Erneuerung des Centralbahnplatzes bot auch die Gelegenheit, die unterirdische Elisabethen-Passage teilweise neu abzudichten sowie den versickerungsoffenen Belag unter den Baumalleen an der West -und Ostseite des Platzes zu ersetzen.

Die Arbeiten erfolgten auf der Westseite während einer rund sechswöchigen Intensivphase mit teilweiser Sperrung des Trambetriebs, während die Ostseite vollständig unter Betrieb in etwas über vier Monaten realisiert wurde. Die Bedürfnisse der betroffenen Hotels und Geschäfte rund um den Centralbahnplatz wurden bereits im Vorfeld abgestimmt. Während der Bauphase wurden die Anlieger zusammen mit den Benutzern des öffentlichen Verkehrs laufend über die Arbeiten informiert. Bei der Umweltbaubegleitung während des Baustellenbetriebs standen aufgrund der fünf im Projektperimeter liegenden Hotels die Themen Lärm und Erschütterung im Vordergrund.

Resultat

Mit den höheren Perronkanten steigen alle Fahrgäste stufenlos in die Trams ein und aus. Ebenso ist die Orientierung für Blinde oder sehbehinderte Personen in Absprache mit den Behindertenverbänden verbessert worden.

1'100 m Gleis

17 Weichen

9 Kreuzungen

1'450 Abfahrten pro Tag