Die Analyse des Bestandes am Bahnhof Konstanz zeigt Mängel in der Wegeführung der Fussgänger zwischen Hafenareal, Bahnhof und Innenstadt auf. Je nach Ausgangspunkt entstehen hier grosse Umwege. Hinzu kommt, dass die bestehende, nur über Treppen begehbare Bahnsteigunterführung zu schmal und somit für mobilitätseingeschränkte Personen nicht nutzbar ist. Eine von der Stadt Konstanz geplante neue Fussgängerunterführung mit Anbindung der Bahnsteige soll bezüglich dieser Mängel Abhilfe schaffen und eine städtebaulich attraktive und kurzwegige Anbindung an die Stadt generieren.

Rapp untersucht daher das verkehrliche Potential der neuen Fussgängerunterführung. Die verkehrsplanerische Studie enthält insbesondere Aussagen zu:

  • den heutigen, die Bahnanlagen querenden Fussgängerströmen zwischen Marktstätte im Norden und Überführung Lago Süden
  • den heutigen Umsteigebeziehungen Bus – Bahn etc.
  • Differenzierung der Analysen nach Anzahl, Herkunft und Ziel der Fussgänger
  • Abschätzung von Nachfrageganglinien (Tageszeit, Saison) und Spitzenbelastungen
  • Prognose über die zu erwartenden Fussgängerströme aufgrund von Nutzungsänderungen
  • Verteilung der Fussgängerströme nach Fertigstellung der geplanten Fussgängerunterführung
  • Abschätzung von Zusatzverkehren aufgrund des neuen Angebots
  • Variantenbewertung aus verkehrsplanerischer Sicht.

Grundlage der Untersuchung ist eine aktuelle Erhebung der Fussgängerströme zwischen der Innenstadt und dem Hafenareal. Im Ergebnis der Studie wird die Lage der Fussgängerunterführung hinsichtlich der zu erwartenden Verteilung der Fussgängerströme bewertet. Aus verkehrlicher Sicht wird eine Vorzugsvariante ermittelt.