Das Projekt «Strategie für einen lärmarmen Verdichtungsraum» ist Teil der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes Baden-Württemberg. Ziel ist es, den modellhaften Charakter der Zusammenarbeit von Städten und Gemeinden im Raum Bodensee-Oberschwaben herauszuarbeiten und weiterzuentwickeln. Als Ergebnis verabschiedete die Projektgruppe im März 2011 den «Leitfaden zur Aufstellung von Lärmaktionsplänen in interkommunaler Zusammenarbeit».

Der Leitfaden greift zahlreiche Fragestellungen auf, die sich bei der Erstellung von Lärmaktionsplänen in ähnlicher Weise immer wieder stellen. Hervorgehoben wird die besondere Bedeutung einer interkommunalen Zusammenarbeit.

Eine Zusammenarbeit über Gemeindegrenzen hinweg ermöglicht, Vor- und Nachteile lärmmindernder Massnahmen wie Verkehrslenkungen oder -beschränkungen und damit verbundener Verkehrsverlagerungen einvernehmlich abzuwägen und gemeinsame Lösungen zu finden. Auch lassen sich fachliche Ressourcen bündeln und Kosten reduzieren.

Der Leitfaden zeigt auf, wie eine interkommunale Zusammenarbeit gestaltet werden kann. Ausführlich werden die rechtlichen und fachlichen Aspekte der Lärmaktionsplanung dargestellt, die dazugehörigen Arbeitsschritte erläutert und anhand des Fallbeispiels eines Strassenabschnitts mit Geschwindigkeitsbegrenzung veranschaulicht.

Die Anwendung des Leitfadens wird im so genannten «Kooperationserlass» des Ministeriums für Verkehr und Infrastruktur empfohlen.