Eine Verkehrsuntersuchung mit umfassender Bestandsaufnahme der gesamtstädtischen Verkehrsnachfrage dient als Grundlage für die fachlichen und politischen Entscheidungen. Für die anstehenden Aufgabenstellungen, wie z.B. die verkehrliche Machbarkeitsprüfung alternativer Vorschläge der innerstädtischen Verkehrsregelung, der äusseren Erschliessung des Post-Areals und der Ausbaukonzeption der Wiesentalstrasse ist eine aktuelle und fachlich belastbare Datengrundlage zwingend erforderlich. Auf Basis von Verkehrszählung, Haushalts- und Verkehrsbefragungen sowie Strukturdaten entsteht ein gesamtstädtisches Verkehrsumlegungsmodell, welches eine qualifizierte Prognose der verkehrlichen Verlagerungseffekte von Planungsmassnahmen ermöglicht.

Die Modellierung der Verkehrsbelastungen nach Eröffnung der zollfreien Strasse bilden die Grundlage einer verkehrstechnischen Untersuchung, ob bzw. wie die Wiesentalstrasse auszubauen ist, um ihre Funktion als leistungsfähige Durchgangsverkehrsstrasse und Verteilerachse des innerstädtischen Quell-/ Zielverkehrs zu erfüllen.

Für das innerstädtische Verkehrskonzept untersuchen und vergleichen wir mithilfe des Verkehrsmodells und unter Berücksichtigung der geplanten siedlungsstrukturellen Veränderungen alternative Konzeptvarianten.

Verkehrszählungen und –befragungen zeigen die Ströme und Auslastungen im MIV an, über den Modal Split und das Mobilitätsverhalten können damit jedoch keine Aussagen getroffen werden. Erst die Kombination von Mobilitätsbefragung und Verkehrszählung erlaubt eine integrierte kommunale Verkehrsplanung über alle Verkehrsträger. Die Analyse einer aktuellen Haushaltsbefragung des Trinationalen Eurodistricts Basel ergänzt daher die Erhebungen und Modellierungen des motorisierten Individualverkehrs. Die Ergebnisse der Haushaltsbefragung dienen insbesondere für eine bedarfsgerechte Planung des ÖPNV-Angebots und der Infrastrukturen für den Fahrrad- und Fussgängerverkehr.