Im Rahmen des Auftrages durch den Fonds für Verkehrssicherheit evaluierte Rapp die Wirksamkeit von dynamischen Geschwindigkeitsrückmeldeanlagen (sog. Inforadaren) auf das Geschwindigkeitsverhalten der Verkehrsteilnehmer. Hierfür war das Evaluationslayout zu erarbeiten, dieses an festzulegenden Standorten umzusetzen, Geschwindigkeitsdaten zu erfassen und anschliessend den Einfluss der Anlagen auf das Geschwindigkeitsverhalten des MiV auszuwerten. Anhand der Erkenntnisse zum Einfluss auf das Geschwindigkeitsverhalten waren Empfehlungen zum Einsatzort und der Einsatzdauer der Inforadare zu benennen. Weiter sollte die Bedeutung dieser präventiven Massnahme im Rahmen der Verkehrssicherheitsstrategie des Bundes beurteilt werden.

Das Projekt umfasste die Untersuchung von insgesamt neun verschiedenen Standorten in der Schweiz. Diese wurden gemeinsam mit dem Touring Club Schweiz (TCS) festgelegt und für die Geschwindigkeitsmessungen ausgerüstet. Unter Verwendung von drei Seitenradaren (Viacount-II bereitgestellt durch die Firma Taxomex) wurde an jedem Untersuchungsstandort die räumliche und zeitliche Geschwindigkeitsbeeinflussung erfasst und analysiert (Messung an drei Querschnitten in einem Strassenabschnitt im Zeitreihenveränderungsdesign).

Ergänzend wurde an einem weiteren Standort ein Langzeitversuch mit einer Einsatzdauer von über drei Monaten durchgeführt. Unter Verwendung eines «Dialog-Displays» (mehrfarbige Geschwindigkeitsrückmeldung inkl. Wertung mit Smiley) wurde die dauerhaft stabile Wirksamkeit einer solchen Geschwindigkeitsrückmeldeanlage untersucht.