Jörg Jermann hielt im Rahmen der AUTOMATICAR einen Vortrag über mögliche Angebotsformen des automatisierten Fahrens und löste mit seinen Thesen zum «Was wäre wenn...» im anschliessenden Panel interessante Diskussionen aus. So konnte er auf die Frage des Moderators, in welchem Einsatzfeld die Automatisierung zuerst eine breite Akzeptanz finden könnte, anhand von Forschungsergebnissen darlegen, dass Angebote im Güterverkehr erwartungsgemäss früher eine breite Marktakzeptanz finden werden als solche im Personenverkehr. Dies liegt daran, dass der Güterverkehr stark ökonomisch getrieben ist und - im Gegensatz zum Personenverkehr - emotionale Aspekte eine wesentlich geringere Rolle spielen.
Andererseits wird erwartet, dass im Personenverkehr Angebotsformen des automatisierten Fahrens insbesondere in Urlaubssituationen, in denen nicht auf die gewohnten Verkehrsmittel zurückgegriffen werden kann, akzeptiert werden. Die Menschen sind in solchen Situationen bereit, etwas Neues auszuprobieren und sich einen praxisnahen Eindruck zu verschaffen.