Basel setzt auf nachhaltige Abwasserlösungen. Der Dreirosendüker, der das Abwasser von Grossbasel zur ARA pro Rheno leitet, wurde in den 1980er Jahren gebaut und war bisher ohne Redundanz. Dies bedeutete, dass bei Revisionen das Abwasser ungeklärt in den Rhein hätte eingeleitet werden müssen.
Warum das Redundanzsystem notwendig ist
Nach 40 Jahren Betrieb war der Dreirosendüker in die Jahre gekommen und bedurfte dringend notwendiger Erhaltungsmassnahmen. Bisher stellte der Düker eine Engstelle dar: Es gab keine alternative Leitung, die das Abwasser bei Wartungsarbeiten übernehmen konnte. Die Folge wäre eine direkte Einleitung von unbehandeltem Wasser in den Rhein gewesen – ein absolutes No-Go für den Umweltschutz. Mit der neu geschaffenen Umgehung kann dieses Szenario vermieden werden.
Wie das System funktioniert
Auf der Grossbasler Seite wurde ein Ansaugschacht errichtet, durch den das Abwasser in eine mobile Pumpstation geleitet wird. Acht Pumpen, die je nach Bedarf ein- oder ausgeschaltet werden können, transportieren das Wasser durch eine fest installierte Druckleitung. Diese verläuft durch den bereits existierenden Energieleitungstunnel (ELT) unter dem Rhein, nahe der Dreirosenbrücke, bis zur Kleinbasler Seite. Dort wird das Abwasser sicher in den Pro Rheno Freispiegel-Kanal eingeleitet.