Bei der Erhebung in den Fahrzeugen wurden 1’920 Fahrgäste mit Ticino Ticket durch das Personal der Transportunternehmen erfasst. Deren Daten wurden mit einem Auswertungs- und Routingmodell aufbereitet, um den erfassten Reisen und Fahrten mit Ticino Ticket eine Anzahl Zonen Einzelbillette (Zonenplan 2023) sowie einen Tarif Arcobaleno (Vollpreis/ermässigt) zuzuordnen. Als zweite Grundlage wurden die Daten der regelmässigen Befragungen der SBB mit den Angaben zum Ticino Ticket für den gleichen Erhebungszeitraum verwendet. Insgesamt wurden bei der SBB 8'593 Reisende mit einem Ticino Ticket erhoben. Diese Daten waren für die Ermittlung des tarifarischen Gegenwerts (Preis) relevant.
Mit Hilfe des hinzugezogenen Statistikers entwickelten die Mobilitätspezialist:innen von Rapp ein Hochrechnungsmodell, um den aus den Erhebungen ermittelten tarifarischen Gegenwert auf einen Jahreswert hochzurechnen. Dies unter Berücksichtigung der Einsteiger pro Schicht von September 2022 bis August 2023 (Frequenzdaten eines ganzen Jahres). Für die nicht erhobene Nebensaison wurde der noch fehlende tarifarische Gegenwert auf Basis von Annahmen und dem Wert aus den Ganzjahresdaten der SBB für die Nebensaison geschätzt.
Der Entschädigungsfaktor ergibt sich aus der Division des tarifarischen Gegenwerts durch die Anzahl Logiernächte (LN) im Erhebungszeitraum, auch wenn sich die beteiligten Parteien bewusst sind, dass tarifarische Gegenwert für das Ticino Ticket einer Schwankungsunsicherheit unterliegt. Der ermittelte Entschädigungsfaktor pro LN weicht vom bisher angewandten Wert ab. Nach Bekanntgabe der Ergebnisse wurden jedoch bereits erste Gespräche über die Weiterführung des Ticino Tickets und dessen Finanzierung aufgenommen.
Inzwischen hat der Kanton beschlossen, das Angebot bis 2030 weiterzuführen. Lang lebe das Ticino Ticket. In diesem Sinne hat auch Rapp mit seinen Berechnungsmodellen dazu beigetragen.