Gebäude

KSSG Haus 08 - Liftsimulation und FTS-Analyse

Ein effizienter Gebäudebetrieb erfordert ein perfekt abgestimmtes Zusammenspiel von Personen-, Betten- und Warenverkehr. Durch die Simulation und Analyse von Personen- und Bettenliften werden Verkehrsströme transparent gemacht und Potenziale zur Optimierung aufgezeigt. Gleichzeitig wird der Einsatz fahrerloser Transportsysteme (FTS) in die Betrachtung integriert.

Im Rahmen des Neubaus Haus 08 am Kantonsspital St. Gallen wurde eine umfassende Verkehrsanalyse der Liftanlagen durchgeführt. Gegenstand der Untersuchung waren eine Personenliftgruppe mit drei Aufzügen sowie eine REA- und Bettenliftgruppe bestehend aus vier Bettenliften und einem REA-Lift. Zusätzlich wurde die Integration eines fahrerlosen Transportsystems (FTS) berücksichtigt, welches einen wesentlichen Anteil der internen Logistik übernimmt. Ziel der Analyse war es, die Leistungsfähigkeit der Liftanlagen unter Berücksichtigung der baulichen Parameter, der unterschiedlichen Nutzergruppen (Personal, Patienten und Besucher) sowie der logistischen Transporte fundiert zu bewerten. Hierfür wurden sowohl statische Berechnungen als auch dynamische Simulationen durchgeführt und die Ergebnisse anhand definierter Qualitätsstufen systematisch eingeordnet.

Die Ergebnisse zeigen, dass alle Liftgruppen über sehr gute Kapazitätsreserven verfügen und auch unter Spitzenlasten einen stabilen und leistungsfähigen Betrieb gewährleisten. Insbesondere die Förderleistung und die Auslastung liegen durchgehend im sehr guten Bereich, was die hohe Effizienz und Robustheit der Anlagen unterstreicht. Die Personenliftgruppe mit drei Liften bietet bereits eine solide Leistungsfähigkeit und gewährleistet einen zuverlässigen Betrieb. Durch eine Erweiterung auf vier Lifte kann der Nutzerkomfort zusätzlich gesteigert und ein durchgehend hohes Qualitätsniveau sichergestellt werden.Die REA- und Bettenliftgruppe erfüllt sämtliche Anforderungen mit durchgehend sehr guten Leistungswerten, auch unter Berücksichtigung der zusätzlichen Belastung durch FTS-Transporte.
 

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Auswertung der dynamischen Wartezeit mittels Software

Die FTS-Analyse zeigt, dass die Transportabwicklung über die Bettenlifte effizient und stabil erfolgt. Auf Basis der Spitzenstundenbelastung sowie der Ankunftsintervalle je Geschoss wurden die erforderlichen Pufferzeiten und Pufferplätze systematisch abgeleitet. Dabei zeigt sich, dass je nach Zielstockwerk in der Spitzenstunde ein Bedarf von rund ein bis zwei Pufferplätzen pro Geschoss erforderlich ist, während im zentralen Startbereich (2.UG) ein entsprechend höherer Pufferbedarf zur Glättung der Transportspitzen vorzusehen ist. Dadurch können Wartezeiten minimiert und ein kontinuierlicher, konfliktfreier Betrieb zwischen FTS und Personen- bzw. Bettentransporten sichergestellt werden. Insgesamt bildet die Analyse eine fundierte Grundlage für die weitere Planung sowie für die gezielte Optimierung von Betrieb, Komfort und Dimensionierung der Liftanlagen.