Der Schwerpunkt der Beurteilung lag auf Fragen des Katastrophenschutzes, weshalb im Rahmen des Kurzberichts der Risam AG verschiedene Störfallszenarien beleuchtet wurden. Sie liegen im Bereich einer «nicht schweren Schädigung der Bevölkerung»; lediglich das Szenario, «Explosion aller Speicherflaschen eines Grosstrailers» kann zu einer schweren Schädigung der Bevölkerung durch die entstehende Druckwelle führen. Detaillierte Abklärungen zeigen jedoch auf, dass die Eintretenswahrscheinlichkeit äusserst gering ist und somit das Risiko im akzeptablen Bereich liegt.
Die Altlastensituation erwies sich - nach Studium aller vorhandenen Grundlagen – als weniger kritisch als erwartet. Beim Boden wurden erstmals nicht nur die «klassischen Schadstoffe, sondern auch die per- und polyflourierten Alkylverbindungen (PFAS) bestimmt und bewertet. Die Berechnungen zum Industrie- und Gewerbelärm legen dar, dass einzelne Anlagenteile schallgedämmt oder eingehaust werden müssen. Die entsprechenden Massnahmen wurden bereits in das Projekt integriert, so dass die zulässigen Planungswerte an allen lärmempfindlichen Räumen eingehalten werden.
Beim Naturschutz sind mit dem vorgesehenen Grünflächenanteil von knapp 19% sowie der geplanten ökologisch hochwertigen Begrünung deutliche Verbesserungen gegenüber dem derzeitigen Zustand mit zahlreichen Neophyten zu verzeichnen. Die Abklärungen, die im Rahmen des UVB-Entwurfs getätigt wurden, zeigen, dass das Projekt in Übereinstimmung mit den geltenden kantonalen und eidgenössischen Umweltschutzgesetzen und -verordnungen sowie den Vorgaben der Gemeinde Birsfelden steht. Seitens der Behörden gab es keine Beanstandungen zum Bericht. Die Baubewilligung wurde bereits im Frühjahr 2025 erteilt.