City-Hub, Micro-Hub und Sammel- und Abholstationen
Die Analysen von Rapp konzentrierten sich auf die Konsumgüterlogistik (Stückgut und Pakete), insbesondere auf die Verteilung und Sammlung dieser Warengruppen. Idealerweise erfolgt dies mit zwei- oder dreistufig gebündelten Transporten zwischen den einzelnen Stufen. Dadurch kann nachweislich Fahrdistanz eingespart werden. Die drei Ebenen werden durch drei Typen von Hubs repräsentiert, die sich in ihren Funktionen, Eigenschaften und Anforderungen unterscheiden. City-Hubs sind Umschlagplätze, die der Ver- und Entsorgung der Stadt dienen und die Citylogistik mit übergeordneten Logistiknetzen verbinden. Die nachgelagerte Hub-Ebene ist der Mikro-Hub. Dies sind Umschlagplätze, die einen Teil der Stadt bedienen und das Bindeglied zwischen City-Hub und Feinverteilung darstellen. Im letzten Glied der Logistikkette können zum Beispiel Sammel- und Abholstationen in Betracht gezogen werden, bei denen die Endverbraucher:innen ihre Pakete abholen und abgeben können.
Entscheidungshilfe für die Stadt
Dieses Standortkonzept schafft Grundlagen für künftige Planungen und Überlegungen bezüglich Warenhubs und ist damit eine Entscheidungshilfe für die Stadt Bern. So sind die Anforderungen und Potenzialräume, die für die Einrichtung von Warenhubs besonders in Frage kommen, definiert. Die Herausforderungen, die sich für die Stadt Bern stellen, sind ebenso Teil des Konzeptes, wie die Ziele, die mit der Reduktion von Fahrleistungen und Emissionen einhergehen. Auch sind die Stossrichtungen formuliert worden, welche zur Zielerreichung führen. Diese unterscheiden sich nicht nur hinsichtlich der Handlungsfelder, sondern auch ihres Zeithorizonts und der Kooperationen, die sie erfordern.
Weitere Informationen: Standortkonzept