Die Herausforderungen bleiben jedoch bestehen: Geopolitische Spannungen, höhere Energiepreise und eine verhaltene Weltkonjunktur bremsen die Aussichten. Für 2026 rechnet das SECO deshalb mit einem unterdurchschnittlichen Wachstum, erwartet aber bereits 2027 wieder mehr Dynamik. Mit prognostizierten 1,6 Prozent Wachstum könnte insbesondere die Erholung Deutschlands, einem der wichtigsten Handelspartner der Schweiz, positive Impulse setzen. Gleichzeitig mehren sich die Zeichen, dass die Schweizer Wirtschaft robuster ist als vielerorts angenommen. Zwar wurde das starke zweite Quartal vor allem von der Chemie- und Pharmabranche geprägt, doch auch in anderen Industriezweigen hellt sich die Stimmung auf. Unternehmen blicken vorsichtig optimistisch nach vorne, und verschiedene Konjunkturindikatoren deuten auf eine Stabilisierung hin.
Für Unternehmen wie die Rapp AG sind solche Entwicklungen besonders relevant. Infrastruktur-, Bau- und Transformationsprojekte basieren oft auf langfristigen Investitionsentscheiden. Gerade in unsicheren Zeiten werden vorausschauende Planung, nachhaltige Lösungen und verlässliche Partnerschaften noch wichtiger. Die aktuellen Zahlen zeigen, dass die Schweiz selbst unter anspruchsvollen Rahmenbedingungen über eine bemerkenswerte wirtschaftliche Stabilität verfügt. Gleichzeitig gilt es, Chancen frühzeitig zu erkennen und Projekte so auszurichten, dass sie auch in einem dynamischen Umfeld langfristigen Mehrwert schaffen.
Auch im Wohnungsbau gibt es positive Signale. Das Schweizer Fernsehen berichtete Mitte September 2026 von einer möglichen Trendwende, nachdem in den vergangenen Jahren deutlich weniger Wohnungen gebaut wurden als benötigt. Diese Entwicklung bestätigt auch der Schweizerische Baumeisterverband: Dennoch bleibt der Handlungsbedarf gross. Um die Wohnungsnot nachhaltig zu entschärfen, wären laut Verband jährlich rund 50'000 neue Wohnungen notwendig. Die steigende Bautätigkeit dürfte mittelfristig zwar für Entlastung sorgen, das aktuelle Tempo reicht jedoch noch nicht aus, um die Wohnungsknappheit vollständig zu beheben.