Baiersbronn_Openair
© Baiersbronn Touristik/Max Günter

Umwelt, Mobilität

Schalltechnische Expertise für die Bebauungsplanung «Aue»

Wie kann eine neue Verkehrs- und Wohnraumentwicklung inmitten schutzbedürftiger Gebiete gelingen, ohne die Lebensqualität zu beeinträchtigen? Mit einer schalltechnischen Untersuchung hat die Rapp AG dazu beigetragen, Lärmschutz und Planungssicherheit zu gewährleisten.

Ein vielfältiges Planungsgebiet mit Herausforderungen

Die Gemeinde Baiersbronn entwickelt nördlich der L 401 Ruhesteinstraße den Bebauungsplan «Aue». Das Vorhaben umfasst eine P+R-Anlage, eine neue Erschließungsstraße, neue Wohnbebauungen und die Integration des ÖPNV in das Gebiet. Die P+R-Anlage wird 2025 im Rahmen der Gartenschau Freudenstadt / Baiersbronn in Betrieb genommen und so als zentraler Verkehrsknotenpunkt dienen.

Zusätzlich soll ein Sondergebiet für Veranstaltungen (Festplatz) ausgewiesen werden. Dieses Freizeitangebot sowie der Mehrverkehr durch die P+R-Anlage bringen jedoch potenzielle Lärmkonflikte mit sich, insbesondere für die angrenzenden schutzbedürftigen Wohnnutzungen.

Schalltechnische Untersuchungen für Verkehr und Freizeit

Die Rapp AG wurde beauftragt, die schalltechnischen Auswirkungen des Projekts auf die bestehende und geplante Bebauung zu bewerten und Handlungsempfehlungen zu erarbeiten. Die Aufgaben im Detail:

  • Verkehrslärm: Modellierung und Beurteilung der Lärmeinwirkungen auf das bestehende Wohngebiet und das Plangebiet «Am Rechen».
  • Freizeitlärm: Untersuchung der Lärmimmissionen durch Veranstaltungen auf dem Festplatz unter Berücksichtigung der Immissionsrichtwerte der Freizeitlärmrichtlinie.
  • Maßnahmenempfehlungen: Entwicklung von Vorschlägen zur Lärmminderung bei Überschreitung der zulässigen Richtwerte.
Bebauungsplan Baiersbronn

Klare Lösungen für Planungssicherheit

Die Untersuchung ergab, dass die neuen Straßenverbindungen und die P+R-Anlage keine wesentliche Änderung der Lärmbelastung im bestehenden Wohngebiet verursachen. Im Plangebiet «Am Rechen» wurden jedoch Grenzwertüberschreitungen festgestellt. Hier sind passive Lärmschutzmaßnahmen nach DIN 4109 empfehlenswert, wie den Einsatz spezieller Belüftungssysteme, um den Wohnkomfort zu gewährleisten.

Hinsichtlich des Freizeitlärms zeigte sich, dass seltene Veranstaltungen auf dem Festplatz die Immissionsrichtwerte an umliegenden Wohngebäuden überschreiten könnten. Die vorgeschlagenen Maßnahmen, wie eine gezielte Ausrichtung der Lautsprecher und die Anpassung der Veranstaltungszeiten, sind kostengünstig und einfach umzusetzen. 

Die fundierte Analyse und praxisorientierten Lösungen tragen maßgeblich dazu bei, eine ausgewogene und nachhaltige Entwicklung des Bebauungsplans «Aue» zu ermöglichen.

  • Landesgartenschau
    Ulrike Klumpp

    Mobilitätskonzept Gartenschau

    Die Stadt Freudenstadt und die Gemeinde Baiersbronn veranstalten im Jahr 2025 eine gemeinsame Gartenschau im Forbachtal. Um eine nachhaltige Gartenschau zu erreichen, hat Rapp mit einem Mobilitätskonzept die Weichen gestellt, das den hohen Anforderungen an die Mobilität gerecht wird.