Trajektorien Luzern

Umwelt, Mobilität

Trajektorienanalyse Luzernerhof

Mit videobasierten Trajektorienanalysen hat Rapp das Verkehrsgeschehen am komplexen Knoten Luzernerhof detailliert erfasst. Die Methode liefert wertvolle Erkenntnisse zu Verkehrsströmen, potenziellen Konfliktsituationen und der Verkehrssicherheit.

Aus einer datenschutzkonformen videobasierten Erhebung wurden detaillierte Fahrlinien, sogenannte Trajektorien, gewonnen. Diese erlaubten es, Verkehrsbewegungen detailliert zu analysieren und zusätzliche Einblicke in potenzielle Konfliktsituationen und die Verkehrssicherheit zu gewinnen. 

Komplexer Verkehr und räumliche Analysen

Der Knoten Luzernerhof zählt aufgrund seiner komplexen Geometrie, der hohen Verkehrsbelastung und der vielfältigen Nutzungsansprüche zu den anspruchsvollsten Verkehrsräumen der Region. Rapp führte erweiterte Verkehrserhebungen durch und untersuchte das Verkehrsgeschehen mithilfe eines trajektorienbasierten Ansatzes. Neben eines Verkehrsmengengerüsts wurde dabei auch die Verkehrssicherheit räumlich analysiert.

Trajektorien Luzern

Verkehrsbewegungen werden sichtbar

Aus einer videobasierten Erhebung wurden detaillierte Trajektorien (Fahrlinien) aller Verkehrsteilnehmenden gewonnen. Diese bildeten die Grundlage für ein fundiertes Verkehrsmengengerüst und ermöglichten gleichzeitig eine räumliche Analyse der tatsächlichen Bewegungsmuster. Besonderes Augenmerk lag auf Spurenwahl und -wechseln des motorisierten Individualverkehrs und von Velofahrenden.
 

Trajektorien Luzern

Neue Perspektiven

Anhand der Trajektorien wurden zudem potenzielle Konfliktsituationen betrachtet und mittels der gängigen Kennwerte «Time-to-Collision» (TTC) und «Post-Encroachment-Time» (PET) identifiziert. Der Ansatz schafft einen empirischen Zugang zur typischerweise subjektiv analysierten Velosicherheit und erlaubt Einblicke in kritische Situationen, die aufgrund einer hohen Dunkeziffer üblicherweise nicht aus Unfallstatistiken herleitbar sind.

Trajektorien Luzern

Grundlage für Prävention

Im Rahmen des Projekts versteht sich diese Methodik als niederschwelliger Untersuchungsansatz. Obwohl eine abschliessende Sicherheitsbewertung weitere Schritte erfordert, zeigen die Ergebnisse das Potenzial trajektorienbasierter Konfliktanalysen für die Verkehrs- und Velosicherheit auf. Sie liefern wertvolle Hinweise für Vertiefungen zur Erarbeitung von präventiven Massnahmen und weiterführende Analysen. Die gelungene Erprobung am Knoten Luzernerhof unterstreicht die Anwendbarkeit des Ansatzes, sodass dieser künftig auch andernorts als wirkungsvolle Grundlage für Sicherheits- und Planungsanalysen dienen kann.

Leistungen Rapp AG

  • Verkehrserhebung mit Videokamera
  • Trajektorienanalyse
  • Verkehrsmengengerüst
  • Herleitung von Fahrtmustern und Spurenwechsel
  • Identifikation von potenziellen Konfliktsituationen