Klimawandelbedingte Hitze in den Städten
In Städten wird der menschengemachte Klimawandel besonders dort spürbar, wo versiegelte Flächen dominieren. Die Nutzung des Raums zum Parkieren von Fahrzeugen (Autos und Velos) stellt somit eine verpasste Chance dar, einen notwendigen und vorteilhaften Beitrag zur Optimierung des Mikroklimas zu leisten. Auch die Umsetzung von nicht versiegelten Parkplätzen (z.B. mit Rasengittersteinen) ist kaum eine Lösung, um die Temperaturen zu senken, da vor allem abgestellte Autos durch Ihre Masse und Beschaffenheit einen grossen Hitzebeitrag leisten und stundenlang Wärme abstrahlen können. In diesem Kontext kann man auch von «ökologischer Effizienz» sprechen.
Resilienz im städtischen Verkehrssystem
In Zeiten zunehmender Unsicherheiten aufgrund des Klimawandels und der Energiekrisen wird auch die Resilienz – also die Selbsterhaltungs- und Widerstandskraft – des Verkehrssystems immer wichtiger. Ein Verkehrssystem, das (mehrheitlich) auf fossilen Energieträgern basiert oder auf wenige zentrale Verkehrsinfrastrukturen angewiesen ist, ist störanfällig. Ein Verkehrssystem hingegen, das (beinahe) autark und agil genutzt werden kann, widersteht solchen Störeinflüssen. Ein Velo kann auch gefahren werden, wenn der Benzinpreis doppelt so hoch ist, zu Fuss kann man auch gehen, wenn an einem zentralen Verkehrsknotenpunkt ein Unfall passiert ist, und ein Lieferwagen wird auch weiterhin benötigt, um Sandsäcke im Falle von Überschwemmungen zu transportieren. Es gilt das Verkehrssystem, je nach Distanz und Zweck der Reise, so zu organisieren, dass das Prinzip des wesensgerechten Einsatzes der Verkehrsarten erfüllt ist.