Planung und Innenarchitektur
Die räumliche Entwicklung erfolgte auf Basis eines 3D‑Modells, da kaum verwertbare Bestandspläne existierten. Die Planung umfasste:
• Möblierungs- und Lichtplanung
• technische Koordination (Elektro, HLK, IT)
• Begehungen und Schnittstellenklärung
• Entwicklung aller Visualisierungen und Umzugspläne
Besondere Herausforderungen – etwa die Lichtverhältnisse, limitierte Infrastruktur oder der stark beanspruchte Teppich – wurden durch pragmatische und kreative Lösungen gemeistert.
Bauleitung und Umsetzung
Die Bauleitung stellte sicher, dass Qualität, Kosten und Termine jederzeit im Gleichgewicht blieben. Dazu gehörten:
• Koordination aller Gewerke
• Abstimmungen zwischen Grundausbau und Mieterausbau
• Priorisierung kritischer Arbeitsschritte
• direkte Problemlösung bei technischen Überraschungen (z. B. marode Abwasserleitung)
Resultate
Der Bezug zeigt: Auch ein zeitlich begrenztes Provisorium kann ein hochwertiger und stimmiger Arbeitsort sein. Der Penta Space überrascht: viel Platz, helle Räume im ehrwürdigen Gebäude aus den 70er-Jahren, funktionale Meetingzonen und genug Fläche, um produktiv zusammenzuarbeiten. Eine Umgebung, die professionell wirkt und zugleich eine gewisse Frische ausstrahlt. Rund 160 Mitarbeitende des H100 teilen sich hier etwa 120 Arbeitsplätze – ein Modell, das Flexibilität und Austausch fördert. Gestalterisch mischen sich Farben und Materialien der sechziger und siebziger Jahre mit modernen Ergänzungen. Die Wiederverwendung bestehender Elemente war zentral, auch weil es sich um ein Provisorium handelt. Die alte Akustikdecke etwa erwies sich als grosse Qualität, technisch wie ästhetisch.
Zu Beginn wurde die Fläche auf ihren Ursprung reduziert, gereinigt und mit wenigen gezielten Eingriffen architektonisch aufgewertet. Der Hauptaufwand lag jedoch in der Infrastruktur: neue Elektro- und Netzinstallationen, überarbeitete Beleuchtung und eine zeitgemässe Arbeitsplatztechnik. Die Grundhaltung war einfach: Bewahren, was gut ist, und nur ergänzen, was nötig ist – im Sinne von Ressourcenschutz und Respekt vor dem Bestand. Farbige Akzente stammen aus dem Ursprungsbau, neue Elemente sind in Naturtönen gehalten. Auch Teile der Ausstattung wurden aus dem alten Büro mitgenommen und weiterverwendet. Für die nächsten zwei Jahre ist vorübergehend der Penta Space über den Gleisen des Bahnhofs Basels das neue Zuhause – voraussichtlich bis Mitte 2028.