Die Umnutzung des ehemaligen Felix Platter-Spitals in Basel aus den 1960er-Jahren ab Ende 2022 markiert einen bedeutenden Schritt zum Erhalt und zur Umnutzung bestehender Gebäude. Bei der Instandsetzung des Felix Platter-Spitals wird bewusst darauf geachtet, so viel Bausubstanz wie möglich zu erhalten, was zu erheblichen CO²-Einsparungen im Vergleich zu einem Neubau führt.
Die eigentlichen Herausforderungen liegen jedoch im Denkmalschutz, und der Erdbebenertüchtigung und der Bestandsstatik. Durch proaktive Verhandlungen mit den Behörden konnte ein gangbarer Weg für alle Parteien im Bereich Denkmalschutz gefunden werden, der sowohl das kulturelle Erbe schützt, als auch eine neue Nutzung mit ihren spezifischen Bedürfnissen ermöglicht.
Die statischen Herausforderungen müssen nicht nur im Endergebnis des Umbaus gelöst werden, sondern auch über alle Phasen des Bauens. Da das Gebäude der damaligen Zeit entsprechend materialoptimiert gebaut wurde, trafen die Planenden auf dünne Decken und viele Unterzüge – es waren kaum Traglastreserven vorhanden. Gleichzeitig muss während der gesamten Bauphase, mit Öffnungen und Durchstössen die Sicherheit gewährleistet werden.