Die Konzeption des Entwurfes orientiert sich am Leitbegriff des Miteinanderhauses. In den Obergeschossen sind 135 Wohnungen unterschiedlichster Grösse und Konzeption entstanden, darunter spezielle Wohnungstypen wie Budgetwohnungen, Maisonettewohnungen oder eine Clusterwohnung für Wohngemeinschaften.
Auf dem Weg zur gelungenen Transformation galt es, zusammen mit der Bauherrschaft viele Herausforderungen zu meistern. Dazu gehörten Überraschungen bei der vorgefundenen Bausubstanz, die Preisentwicklung auf den Märkten wie auch die Gesamtkoordination des Grossprojekts. Der Umgang mit der wertvollen Bausubstanz stellte hohe Ansprüche und verlangte eine intensive Auseinandersetzung mit der Aufgabe, innerhalb des Planungsteams und zusammen mit der Bauherrschaft. Müller Sigrist/Rapp lösten die bauphysikalischen Herausforderungen, indem sie hinter der bestehenden, denkmalgeschützten südseitigen Fassade eine neue Schicht einzogen, welche die Klimagrenze nach hinten auf diese Schicht verschiebt. Die nordseitige Fassade wurde technisch-energetisch mit neuen, innenseitig montierten Fenstermodulen saniert. Eine wichtige Rolle spielt die erneuerbare Energieversorgung mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach. Hinzu kommen die dezentrale Wärmeversorgung und der Anschluss an das Basler Fernwärmenetz.
Der Innenausbau des ehemaligen Spitals steht nicht unter Denkmalschutz und die gesetzlichen Vorschriften verlangen eine massive Erdbebenertüchtigung. Entsprechend massiv waren hier die Eingriffe in die Bausubstanz. Die beiden äusseren Treppenhäuser mit den Liftschächten wurden durch neue Treppenhäuser nahe der Zentralachse ersetzt. Sie dienen nun der vertikalen Versteifung und ermöglichten eine höhere Flexibilität in der Wohnraumtypologie. Eine Längswand durchzieht das ganze Gebäude und sorgt für die horizontale Stabilisierung.