Ausbau eines laufenden Betriebs
Das Besondere am Projekt: Der Hafenbetrieb lief während der Planung und Realisierung weiter. Container wurden umgeschlagen, Lastwagen abgefertigt und logistische Prozesse aufrechterhalten, während parallel dazu umfangreiche Bauarbeiten vorbereitet und umgesetzt wurden.
Die Erweiterung eines Containerterminals bringt zahlreiche Abhängigkeiten mit sich. Betriebsabläufe, Sicherheitsanforderungen, Verkehrswege, bestehende Infrastrukturen und neue Anlagen müssen aufeinander abgestimmt werden. Gleichzeitig standen auf dem Areal Rückbauarbeiten bestehender Anlagen sowie der Neubau verschiedener Infrastrukturelemente an. Die Herausforderung bestand darin, die Arbeiten so zu planen, dass der Terminalbetrieb möglichst uneingeschränkt weitergeführt werden konnte.
Wenn Termine nicht verschoben werden können
Eine besondere Herausforderung ergab sich durch den neuen Portalkran, der derzeit als grösster Containerkran der Schweiz gilt. Lieferung und Montage waren an einen festen Termin gebunden und konnten nicht beliebig verschoben werden.
Gleichzeitig stellte die Länge des Baubewilligungsverfahrens hohe Anforderungen an die Terminplanung. Das Zeitfenster zwischen Bewilligung und Ausführung wurde zunehmend kleiner. Die Projektteams mussten die Planung laufend anpassen und sicherstellen, dass sämtliche Voraussetzungen für die Montage des Krans rechtzeitig geschaffen werden konnten.
Der enge Terminrahmen machte das Projekt zu einer anspruchsvollen Koordinationsaufgabe. Planung, Bewilligung, Rückbau und Neubau standen in engem Zusammenhang und erforderten eine enge Abstimmung aller Beteiligten.
Nachhaltige Entwicklung des Hafenareals
Mit dem Ausbau des Containerterminals werden zusätzliche Kapazitäten für den Güterumschlag geschaffen. Gleichzeitig wurden Umweltaspekte frühzeitig in die Planung integriert. Rapp erarbeitete den Umweltverträglichkeitsbericht und untersuchte die Auswirkungen des Projekts auf verschiedene Umweltbereiche.
Ein zentraler Aspekt des Projekts ist die Stärkung umweltfreundlicher Transportwege. Durch die zusätzlichen Umschlagskapazitäten können Güter künftig noch effizienter über den Rhein und die Bahn transportiert werden. Damit unterstützt das Projekt die Verlagerung von Transporten auf ressourcenschonendere Verkehrsträger.
Darüber hinaus werden ökologische Aufwertungsmassnahmen umgesetzt, Grünflächen naturnah gestaltet und bestehende Ersatzflächen weiterentwickelt. Gleichzeitig wurden Lösungen erarbeitet, um Gewässer und Umwelt auch im Ereignisfall zuverlässig zu schützen.