Contargo
©Marco Lanz

Infrastruktur

Neubau Terminal Nordquai II

Steigende Umschlagmengen machten den Ausbau des Containerterminals Nordquai II in Basel notwendig. Rapp begleitete die Contargo AG mit Leistungen in den Bereichen Baubewilligung, Tragwerksplanung, Umweltverträglichkeit und Projektkoordination und schuf die planerischen Grundlagen für die Erweiterung der Hafeninfrastruktur.

Projekt auf einem Blick

Projekt

Erweiterung Containerterminal

Ziel

Bestehende Containerumschlagsanlage erweitern

Besonderheit

Neuer Portalkran ist zurzeit der grösste Container-Kran der Schweiz

Herausforderung

Enger Zeitplan zwischen Baubewilligung und fixem Liefertermin des Portalkrans

Standort

Hafenbecken II des schweizerischen Rheinhafens Kleinhüningen

Mehr Kapazität für die Containerlogistik im Hafen Basel

Der Hafen Basel ist eine der wichtigsten Logistikdrehscheiben der Schweiz. Über ihn gelangen Güter aus den internationalen Seehäfen ins Landesinnere und werden von dort weiter verteilt. Mit dem kontinuierlichen Wachstum des Containerverkehrs stiegen in den vergangenen Jahren auch die Anforderungen an die Umschlagskapazitäten am Standort Nordquai. Die Contargo AG erweitert deshalb ihre bestehende Containerumschlagsanlage am Hafenbecken II des Rheinhafens Kleinhüningen. Die neue rund 12'000 m² grosse Terminalfläche schliesst westlich direkt an den bestehenden Terminal Nordquai I an. Für die Realisierung wurden zwei bestehende Hallen zurückgebaut.

Der Neubau Terminal Nordquai II dient als Ersatz für den bisherigen Containerterminal am Südquai des Hafenbeckens II. Durch die Erweiterung der Umschlags- und Betriebsflächen sowie die Bündelung an einem Standort mit zwei Portalkränen werden die Effizienz, die Betriebssicherheit und die Umschlagskapazitäten erhöht. Gleichzeitig entstehen zusätzliche Kapazitäten für den Umschlag von Gefahrgütern.

Ganzheitliche Unterstützung durch Rapp

Rapp begleitet das Projekt über sämtliche Planungs- und Realisierungsphasen hinweg. Die Leistungen umfassen das Vorprojekt, das Bauprojekt, das Bewilligungsverfahren inklusive Umweltverträglichkeitsbericht, die Ausschreibung, die Ausführungsprojektierung sowie die Bauleitung. Fachlich verantwortet Rapp Leistungen in den Bereichen Tief- und Strassenbau, konstruktiver Ingenieurbau und Tragwerksplanung. Zudem übernimmt Rapp die Koordination der am Projekt beteiligten Fachstellen und Projektpartner und stellt sicher, dass technische, betriebliche und organisatorische Anforderungen aufeinander abgestimmt werden.

Besonders hohe Anforderungen stellte die Planung der neuen Kraninfrastruktur. Die Fundationen und Tragwerke mussten so ausgelegt werden, dass sie den Belastungen des künftigen Betriebs langfristig standhalten. Gleichzeitig waren die bestehenden Gegebenheiten des Hafenareals sowie die Anforderungen des laufenden Betriebs zu berücksichtigen.

Impressionen

© Marco Lanz

Ausbau eines laufenden Betriebs

Das Besondere am Projekt: Der Hafenbetrieb lief während der Planung und Realisierung weiter. Container wurden umgeschlagen, Lastwagen abgefertigt und logistische Prozesse aufrechterhalten, während parallel dazu umfangreiche Bauarbeiten vorbereitet und umgesetzt wurden.

Die Erweiterung eines Containerterminals bringt zahlreiche Abhängigkeiten mit sich. Betriebsabläufe, Sicherheitsanforderungen, Verkehrswege, bestehende Infrastrukturen und neue Anlagen müssen aufeinander abgestimmt werden. Gleichzeitig standen auf dem Areal Rückbauarbeiten bestehender Anlagen sowie der Neubau verschiedener Infrastrukturelemente an. Die Herausforderung bestand darin, die Arbeiten so zu planen, dass der Terminalbetrieb möglichst uneingeschränkt weitergeführt werden konnte.

Wenn Termine nicht verschoben werden können

Eine besondere Herausforderung ergab sich durch den neuen Portalkran, der derzeit als grösster Containerkran der Schweiz gilt. Lieferung und Montage waren an einen festen Termin gebunden und konnten nicht beliebig verschoben werden.
Gleichzeitig stellte die Länge des Baubewilligungsverfahrens hohe Anforderungen an die Terminplanung. Das Zeitfenster zwischen Bewilligung und Ausführung wurde zunehmend kleiner. Die Projektteams mussten die Planung laufend anpassen und sicherstellen, dass sämtliche Voraussetzungen für die Montage des Krans rechtzeitig geschaffen werden konnten.

Der enge Terminrahmen machte das Projekt zu einer anspruchsvollen Koordinationsaufgabe. Planung, Bewilligung, Rückbau und Neubau standen in engem Zusammenhang und erforderten eine enge Abstimmung aller Beteiligten.

Nachhaltige Entwicklung des Hafenareals

Mit dem Ausbau des Containerterminals werden zusätzliche Kapazitäten für den Güterumschlag geschaffen. Gleichzeitig wurden Umweltaspekte frühzeitig in die Planung integriert. Rapp erarbeitete den Umweltverträglichkeitsbericht und untersuchte die Auswirkungen des Projekts auf verschiedene Umweltbereiche.

Ein zentraler Aspekt des Projekts ist die Stärkung umweltfreundlicher Transportwege. Durch die zusätzlichen Umschlagskapazitäten können Güter künftig noch effizienter über den Rhein und die Bahn transportiert werden. Damit unterstützt das Projekt die Verlagerung von Transporten auf ressourcenschonendere Verkehrsträger.

Darüber hinaus werden ökologische Aufwertungsmassnahmen umgesetzt, Grünflächen naturnah gestaltet und bestehende Ersatzflächen weiterentwickelt. Gleichzeitig wurden Lösungen erarbeitet, um Gewässer und Umwelt auch im Ereignisfall zuverlässig zu schützen.