Verkehrssicherheit erhöhen
Ein Pilotprojekt widmet sich dem Schutz der Velofahrer. Aufgrund der hohen Kanten an den drei neuen Haltestellen, wo das Velo weniger Platz hat, könnten Fahrradfahrer in die Spurrillen der Gleise geraten. «Um diese Gefahr zu verringern, untersuchen die kantonalen Behörden, geleitet durch das Amt für Mobilität, ein velofreundliches Gleis mit einem Gummiprofil.» Es füllt die Spurrille komplett aus, so dass diese gefahrlos überquert werden kann. Wenn jedoch das Tram darüberfährt, drückt sein Gewicht das Profil ein. Durch seine elastischen Eigenschaften kehrt das Gummi anschliessend wieder in seine Ausgangsform zurück und füllt die Spurrille erneut aus. «Erst wenn das passende Gummiprofil gefunden und alle Untersuchungen abgeschlossen wurden, könnten die Gleise entsprechend ausgerüstet werden.»
Gutes Zusammenspiel entscheidend
Als Bauherrenvertreter der BVB müsse er einerseits sicherstellen, dass die eigenen Arbeiten zügig vorankommen. Andererseits hat er die Verantwortung, die Interessen von TBA und IWB zu berücksichtigen, insbesondere bei der Koordination der Querungen für Fernwärme, Strom, Wasser und Kanalisationsschächte. Nein, das müsse man sich nicht als knallharte Verhandlungen zwischen TBA als Gesamtprojektleiter, IWB und BVB vorstellen. Dabei betont er, dass die Zusammenarbeit zwischen den drei Bauherren und den Planungsbüros wie die Rapp AG am runden Tisch entscheidend ist, um Probleme zu vermeiden. «Die Planungen wurden sorgfältig durchgeführt, und auch das Wetter spielte mit, sodass es zu keinen grösseren Unterbrechungen kam.» Letztlich lobt Michael Grabowski das gute Zusammenspiel zwischen dem Tiefbauamt, der IWB und den Projektingenieuren und örtlichen Bauleitern von Rapp.
Zweiter Gleisbauabschnitt
Die Gesamtsanierung erhöht die Lebensqualität und die Verkehrssicherheit. «Mit sieben neuen Bäumen und der Neugestaltung des Sevogelplatzes bringen wir etwas mehr Grün ins Quartier», schreibt die Stadt in einer Medienmitteilung. Zudem wurden die Trottoirs an den Kreuzungen verbreitert. «Künftig können die Fahrgäste an den Haltestellen Sevogelplatz, Grellingerstrasse und Karl Barth-Platz stufenlos ein- und aussteigen», ergänzt Grabowski. Mobilitätseingeschränkte Fahrgäste können bequem und ohne Hilfe den öffentlichen Nahverkehr nutzen. Die Stadt nutzt die Bauarbeiten auch, um den Fernwärmeausbau im Gellertquartier voranzutreiben. Die Gesamtsanierung ist noch nicht abgeschlossen. Aktuell sind die Werkleitungs- und Strassenbauarbeiten im ersten Abschnitt der Hardstrasse im Gang. Die Arbeiten im zweiten Abschnitt der Hardstrasse, die von der Angensteinerstrasse bis über den Karl Barth-Platz reichen, beginnen wiederum mit der Gleiserneuerung. Diese wird mit der geplanten Erneuerung der St. Jakobs-Strasse koordiniert. «Für beide Bauarbeiten ist wiederum ein Tramersatz mit Bussen notwendig.» Im Mai 2024 steigt für Michael Grabowski der Termindruck an. Für ihn heisst es dann wieder, einen kühlen Kopf zu bewahren.