Ausgangslage und Ziele des Projekts
Das eidgenössische Bundesamt für Raumentwicklung unterhält seit zwanzig Jahren das nationale Personenverkehrsmodell (NPVM). Seit 2020 besitzt das Modell die aktuelle Auflösung mit 8000 Zonen und 1.7 Millionen Strecken des Strassen- und Schienen-Netzes. Das Modell wird u.a. eingesetzt für Prognosen der zukünftigen Verkehrsströme auf den Nationalstrassen und im ÖV-Netz, für schweizweite Lärmberechnung durch das Bundesamt für Umwelt, sowie für diverse kantonale und akademische Anwendungen. Das Bundesamt für Raumentwicklung beauftragte die Rapp AG, das NPVM auf das Basisjahr 2023 zu aktualisieren und dabei allen dauerhaften Veränderung des Verkehrsverhaltens gerecht zu werden, die die COVID-Pandemie ausgelöst hatte.
Auftrag und Bearbeitung
Die Herausforderung, die «post-Covid»-Situation abzubilden, wurde gemeistert dank einer detaillierten Analyse aller für das Jahr 2023 verfügbaren empirischen Daten zum Verkehrsverhalten in der Schweiz. Gegenüber dem Jahr 2017 nimmt in 2023 z.B. die Anzahl der Arbeitswege zwischen 5% und 8% ab – diese Abnahme variiert in Abhängigkeit des Raumtyps aufgrund der Zunahme von Homeoffice. Bei der Verkehrsmittelwahl (dem sogenannten «Modal Split») gibt es eine leichte Zunahme bei Velo (inkl. E-Bike) von 0.9 Prozentpunkten (pp) sowie beim PW mit 1.2 pp, gegenüber den Abnahmen von -0.8 pp beim ÖV und -1.2 pp bei den Fusswegen.