Fast alle Zimmer sind nach Süden zum Park ausgerichtet und profitieren von der grossartigen Aussicht. Im Norden liegen die gut belichteten Betriebsräume für das Pflegepersonal. Einbettzimmer schaffen für den Patienten optimale Genesungsbedingungen und reduzieren nachweislich die Aufenthaltsdauer. Mit der Bereitschaft, Neues anzugehen, mit Gestaltungswillen und Sorgfalt in den Detaillösungen konnten viele neue Ideen erfolgreich umgesetzt werden. So ist in der Erkernische ein grosszügiges Sofa als wichtiges Gestaltungselement eingefügt, welches mit wenigen Handgriffen zu einem vollwertigen Bett für Angehörige umgebaut werden kann.
Die Materialwahl und das Farbkonzept sollen sowohl für die Patienten wie für das Personal eine positive Wirkung erzeugen. Im Bettenhochhaus wird Naturholzfurnier, Kastanie und europäischer Nussbaum eingesetzt. Das Lichtkonzept ist mehrschichtig und bietet ein hohes Mass an Variabilität zwischen Funktions- und Gestaltungslicht.
Der Park mit seiner Stadtrabatte zur verkehrsreichen Lindtstrasse unterdrückt durch den alten Baumbestand und der zusätzlichen Aufforstung den Umgebungslärm deutlich. Zwischen Stadtrabatte und Gebäuden spannt sich eine grosszügige Wiesenfläche mit einer geschwungenen Durchwegung auf. Der Park soll neben Patienten, Personal auch der Bevölkerung ein beliebter Ort zur Durchschreitung oder Aufenthalt sein.
Der Individualverkehr wird über die neue Zufahrt im Osten direkt in die Tiefgarage unter dem Park geführt. Somit wird die zukünftige Piazza vor dem Haupteingang zu einer grosszügigen Vorzone im Zentrum des Spitalgeländes des Kantonsspital Winterthur.
Fotos: Axel Brog, Roman Weyeneth, Anex Ingenieure