Arealentwicklung Franck Areal – Mobilitätskonzept für ein autoarmes, lebendiges Stadtquartier
Das Franck Areal transformiert sich vom Industrieort zum lebendigen Stadtquartier mit vielfältigen Nutzungen. Im Zentrum steht eine nachhaltige Entwicklung an bestens erschlossener Lage im Klybeck. Zwischen Kultur, Gewerbe und neuen Angeboten entsteht ein dynamischer Ort. Ein übergeordnetes Mobilitätskonzept sorgt dafür, dass Wachstum und Verträglichkeit im Gleichgewicht bleiben.
Ausgangslage
Das Franck Areal wandelt sich von einem ehemaligen Industrieareal in ein lebendiges Stadtquartier mit hoher Nutzungsvielfalt. Die Entwicklung erfolgt mit einem starken Fokus auf Nachhaltigkeit. Das Areal liegt in gut erschlossener Lage im Klybeck-Quartier, grenzt an wichtige Entwicklungsgebiete wie das Klybeckplus und verfügt über gute ÖV‑ und Veloanbindungen. Aufgrund der heterogenen Nutzungen und der Besucherfrequenzen – insbesondere durch Kultur‑ und Gewerbenutzungen – wollte die Arealentwicklerin ein übergeordnetes Mobilitätskonzept erstellen, das sowohl die verkehrliche Verträglichkeit als auch die langfristige Entwicklung sicherstellt.
Auftrag
Rapp wurde beauftragt, ein gesamtheitliches Mobilitätskonzept für alle Etappen zu erarbeiten – inklusive Modalsplit‑Schätzung, Veloabstellplatzbedarf, Erschliessungslogik, einem Massnahmenkatalog für die Arealmobilität sowie einem Nachweis zum Verkehrsvorbehalt gemäss § 34 BPG. Zentral war die Reduktion des motorisierten Individualverkehrs im Areal. Dies sollte durch geeignete Mobilitätsmassnahmen ermöglicht werden.
Impressionen vom Areal
Resultate
Durch die Kombination einer sehr niedrigen Parkplatzzahl mit einem angemessenen Veloabstellplatzangebot und umfassenden Mobilitätsmassnahmen konnte das MIV‑Aufkommen deutlich reduziert werden. Das Ergebnis ist ein zukunftsfähiges Mobilitätskonzept, das die qualitative Entwicklung des Quartiers unterstützt und die Transformation in ein autoarmes Areal ermöglicht.
Das Mobilitätskonzept umfasst unter anderem folgende Massnahmen:
- Velofreundliche Infrastruktur: Das Konzept sieht überdachte, fahrend gut erreichbare und anschliessbare Veloabstellplätze vor. Flächen für Spezialvelos sowie Ladeinfrastruktur für E‑Bikes fördern den Veloverkehr und gewährleisten eine sichere und komfortable Erschliessung.
- Signaletik und Wegeführung: Eine durchgängige, gut sichtbare Signaletik und strukturierte Wegeführung erleichtern die Orientierung auf dem Areal und verbessert die Übersichtlichkeit und die Wahrnehmung der Mobilitätsangebote. Zudem reduzieren sie Konflikte zwischen Fuss‑, Velo‑ und Lieferverkehr und vermeiden Such- und unbefugten Verkehr auf dem Areal.
- Sharing‑Angebote: Das Konzept umfasst ein Carsharing-Angebot, sowie Zweirad‑ und Veloanhänger‑Sharing. Diese Angebote werden durch attraktive Konditionen oder eigene Angebote für Arealnutzer ergänzt und bieten nachhaltige Alternativen zum motorisierten Individualverkehr.
- Betriebsinterne Mobilitätskonzepte: Für Betriebe und Organisationen auf dem Areal sind individuelle Massnahmen wie u. a. flexible Arbeitszeit- und Homeoffice‑Modelle, Jobrad‑Modelle, Fahrgemeinschaften oder ÖV‑Jobtickets vorgesehen. Diese unterstützen nachhaltige Arbeitswege und reduzieren den MIV im Betriebsumfeld.
Weiterführende Informationen: Franck Areal