Der Grundstein für die langjährige erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen des «Augarten» wurde bereits in den frühen 1980er-Jahren gelegt. Damals optimierten wir im Zusammenhang mit einem Ingenieurauftrag den Wärmebedarf der Siedlung. Zudem planten und koordinierten wir zusammen mit einem namhaften Unternehmen aus der Region die Erstausrüstung mit Heizkostenverteilern. Knapp vier Jahrzehnte später steht im «Augarten» bereits zum dritten Mal ein Gerätewechsel an.

Das Übernahmeinteresse der weiteren Marktteilnehmer war wie erwartet gross und die Akquisitionsphase entsprechend fordernd. Den Zuschlag erhielten wir im Herbst 2018 schliesslich aufgrund verschiedenster Faktoren: Nicht nur die zum Einsatz kommende neuste Gerätetechnologie, sondern vor allem Abrechnungskompetenz, überdurchschnittliche Dienstleistungsorientierung, fix zugeteilte Ansprechpartner während des Betriebes sowie das über Jahre gewachsene, stille Wissen der Rapp-Mitarbeitenden überzeugten Eigentümer und beauftragte Verwaltung gleichermassen.

Die grösste Herausforderung der Umrüstungsaktion bildete die sorgfältige und akribische Planung und Disposition des Zugangs zu den Wohnungen. Diese anspruchsvollen Vorbereitungsarbeiten begannen rund vier Wochen vor dem Starttermin. In rund 1000 Wohneinheiten galt es, 6500 elektronische Heizkostenverteiler zu demontieren und im Anschluss wieder neu zu installieren. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer pro Wohnung betrug nur 10 Minuten, da musste jeder Handgriff des einstudierten Prozessablaufes sitzen und der zeitliche Spielraum für individuelle «Spezialwünsche» der Bewohnenden blieb ebenfalls begrenzt.

 

«Den Verantwortlichen von Rapp ist es mit umsichtiger Planung gelungen, sowohl die Interessen und Erwartungen der Auftraggeber als auch die Bedürfnisse und Wünsche der Bewohner des ‹Augarten› Rheinfelden professionell und speditiv zu erfüllen»

Remo Fumagalli, Filialleiter Wincasa AG, Basel.

Als zentrale Basis auf dem 200 Hektaren grossen Areal stand ein Raum beim «Augarten»-Restaurant zur Verfügung. Dieser diente einerseits als Materiallager und als Ort für Programmier- und Abklärungsarbeiten, andererseits als logistischer Ausgangspunkt und Rückzugsort für die verantwortlichen Techniker. Zu den technischen Herausforderungen gehörte vor allem das Herunter- und Hochfahren der zahlreichen Funknetze, der reibungslose
Ersatz der batteriebetriebenen Netzwerkknoten sowie die Prüfung und Gewährleistung der Empfangssicherheit.

Objekte in der Grössenordnung des «Augarten» Rheinfelden sind auch für uns eher die Ausnahme. Das mittelgrosse Mehrfamilienhaus mit 10 bis 20 Wohneinheiten bildet den Standard und ein solches Grossprojekt bringt für die ausführenden Techniker im Alltag entsprechend Abwechslung. Bei dieser Referenzanlage war die Dimension eine der zentralen Herausforderungen für alle involvierten Mitarbeitenden.

Nur mit einer konsequenten Projektleitung konnten hier Effizienz und Produktivität über einen längeren Zeitraum sichergestellt werden. Nicht zuletzt auch für die immer wieder anspruchsvollen und vorbereitungsintensiven Nachmontagearbeiten. Das Fazit des , Timon Steiner: «Das Zusammenspiel zwischen Disposition, Technikern und den Verantwortlichen des Augarten Rheinfelden funktionierte hervorragend und bildetet die Grundlage für eine erfolgreiche Umrüstung.»

Teamwork und Kommunikation sind entscheidend

«Ich habe bei allen drei Gerätewechseln im ‹Augarten› mitgearbeitet und kenne die Anlage bestens. Bei der aktuellen Umrüstung war ich verantwortlich für die Kontrolle der Arbeitsplanung. Vor 10 und 20 Jahren habe ich selbst aktiv bei der Auswechslung der Zähler mitgearbeitet. Teamwork und Kommunikation mit dem Kunden vor Ort sind entscheidend, das macht es aus. Von der Offertstellung, der effizienten Planung und der guten Arbeit vor Ort bis zur korrekten Abrechnung, es braucht alles zusammen.Ich habe Maschinenzeichner gelernt und bin 1991 auf Projektbasis zu Rapp gekommen. Nach einem Jahr bin ich dann fest angestellt worden. Über längere Zeit habe ich als Techniker die Westschweiz betreut und seit vier Jahren bin ich Chef-
techniker. Heute betreue ich ausgewählte Projekte wie den ‹Augarten› und unterstütze junge Techniker bei ihrer Arbeit.»
Philippe Würth, Cheftechniker bei Rapp Enser AG

Porträt Augarten Philipp Würth