Schadstoffe aus der Bauzeit der 1970er-Jahre
Da die Osttangente in den 70er Jahren erbaut wurde, einem Zeitraum, in dem schadstoffhaltige Materialien noch grosszügig verwendet wurden, kommt auch der Erfassung der Schadstoffsituation eine grosse Bedeutung zu. Hierunter ist vor allem Asbest zu nennen, das sowohl in Leitungen (Faserzement), aber auch in Fugen verbaut wurde, was vor allem beim Abtrag mittels HDW ein Problem darstellt bzw. eine vorgängige Entfernung erfordert.
Da der Deckbelag in den vergangenen Jahrzehnten schon mehrfach ersetzt wurde, weist er einen tiefen Gehalt an polycylischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) auf, was die Entsorgung erleichtert bzw. die Abgabe an ein Belagswerk zulässt, wo das Material wiederaufbereitet wird. Anders sieht es bei den tieferliegenden Schichten aus, die mit der derzeitigen Sanierung jedoch nicht angetastet werden.
Kleinere Bodenflächen, die abgetragen werden mussten, wurden vorgängig auf ihre chemische Zusammensetzung analysiert. Hier zeigte sich, dass – analog anderen städtischen Böden - nicht mehr der PAK-Gehalt, sondern die Konzentration an per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) die Wiederverwendung bzw. die Entsorgung des Materials bestimmt.