Werden im öffentlichen Verkehr die Umsteigezeiten länger? Die Bevölkerung in der Schweiz wird zunehmend älter und im öffentlichen Verkehr (öV) ist mit einer ansteigenden Personendichte zu rechnen. Für die untersuchte Nutzergruppe der älteren Fahrgäste (ab 65 Jahren) verlängern sich zukünftig die Umsteigezeiten im öV deutlich. Ältere Personen können sich durchschnittlich weniger agil in Menschenmengen bewegen. Mit Simulationen und Analysen wurde dieser Effekt erstmals beziffert.

Rapp hat gemeinsam mit SMA+Partner untersucht, welche Auswirkungen eine Entschleunigung auf das Fahrplangefüge hätte. Die Forschungsarbeit zeigt klar auf, dass Handlungsbedarf im Zusammenhang mit den älter werdenden öV-Nutzern besteht. Das Bewusstsein für die künftigen Konflikte in diesem Themenfeld ist noch nicht verbreitet vorhanden, aber bei Transportunternehmen zeichnen sich bereits heute erste Probleme mit nicht umsetzbaren Halte- und Umsteigezeiten ab. Der gemeinsam entwickelte Massnahmenkatalog legt dar, welche Gegenmassnahmen einen effizienten Beitrag zur Entschärfung der Problematik liefern können.