Sichere Veloquerungen am Hegenheimermattweg
Rapp analysierte die Nutzung der bestehenden Veloinfrastruktur am Hegenheimermattweg und zeigte auf, wo klare Führung und einfache bauliche Anpassungen die Sicherheit deutlich erhöhen.
Verkehrsdruck und unklare Querungen
Das Bachgrabengebiet in Allschwil entwickelt sich zu einem dichten Forschungs‑ und Wirtschaftsstandort. Als Teil der kantonalen Veloroute bildet der Hegenheimermattweg dabei eine zentrale Velohauptachse. Ein Grossteil der Ziele befindet sich nördlich des Hegenheimermattwegs, der Radweg hingegen verläuft südlich der Strasse. Mit wachsendem Radverkehr steigen die Anforderungen an sichere und verständliche Querungen. Vor Ort zeigte sich ein uneinheitliches Bild: informelle Querungen, unklare Linienführungen und teils eingeschränkte Sichtbeziehungen erschwerten die Orientierung und minderten die Sicherheit.
Reale Bewegungsmuster sichtbar machen
Rapp erhielt den Auftrag, die tatsächliche Nutzung der Infrastruktur systematisch zu erfassen und Schwachstellen zu identifizieren. Mittels videobasierter Erhebungen wurde aufgezeigt, wie Velofahrende die Querungen tatsächlich nutzen. Die Analyse konzentrierte sich auf Bewegungsmuster, Konfliktpunkte und Abweichungen von der vorgesehenen Führung. Ziel war es, pragmatische Massnahmen abzuleiten, die mit geringem Aufwand eine bessere und sicherere Führung ermöglichen.
Klare Führung mit minimalen Eingriffen
Die Trajektorienanalyse zeigte: Einfahrten wirken meist geordnet, Ausfahrten hingegen oft diffus und konfliktanfällig. Auf dieser Basis entwickelte Rapp konkrete Massnahmen nach dem Prinzip «minimaler Eingriff, maximaler Nutzen». Dazu gehören verbreiterte Velofurten für übersichtliche Querungen, ergänzte Mittelinseln und Randsteinabsenkungen für eine sichere Führung sowie Markierungen und Piktogramme, die die Linienführung für alle Verkehrsteilnehmenden eindeutig machen.