Bereit für die «Smart Factory»?
Unternehmen, die sich technisch und organisatorisch auf eine smarte Fabrikation einstellen wollen, müssen ihre Systemlandschaft radikal verändern. Das betrifft sowohl die eingesetzte Standard-Software als auch die Art und Weise, wie mit Informationen umgegangen wird. IT-Systeme in der heutigen Produktion wie beispielsweise ERP (Enterprise-Resource-Planning) für Produktionsplanung, PLM (Product Lifecycle Management) für Produktverwaltung und SPS (speicherprogrammierbare Steuerung) für Produktionssteuerung sind auf eine zentrale Produktionssteuerung ausgelegt, die sich an Stückzahlen orientiert. Eine auftragsorientierte und dezentral gesteuerte Produktion bringt hier eine radikale Veränderung samt neuem Funktionsumfang. Wertschöpfungsketten innerhalb und über Firmengrenzen hinweg verlangen einen schnellen und abgesicherten Austausch grosser Datenmengen.
Kapazitätsflexibilität bedeutet auch, dass die Mitarbeitenden vernetzt und flexibel arbeiten können, was Anpassungen bei der Organisationsstruktur nötig macht. Gefragt sind dezentrale und relativ autonome Einheiten, die untereinander gut vernetzt sind. Um schneller agieren und reagieren zu können, ist eine enge und direkte Zusammenarbeit zwischen Management und Mitarbeitenden erforderlich. All dies gilt es mit organisatorischen und technischen Hilfsmitteln zu unterstützen.
Die Zukunft der Produktion beginnt jetzt
Die beschriebenen Umwälzungen bergen mehr Chancen als Risiken. Unternehmen sind dank der Flexibilisierung der Produktion in der Lage, Kundenbedürfnisse schneller zu befriedigen, indem vielfältige Produktvarianten zu geringen Kosten hergestellt werden können. Auf Marktentwicklungen und unvorhergesehene Ereignisse können Unternehmen flexibel reagieren. Vernetzte Systeme stellen sodann vollständige Transparenz über den Zustand der Maschinen her, was Wartung und Reparatur wesentlich vereinfacht. Die flexible Prozessvernetzung, ermöglicht es auch, dass Mitarbeitende Familie und Beruf besser vereinbaren können, ohne zusätzliche Kosten für das Unternehmen. Denn sie können jederzeit von überall auf die Prozess- und Zustandsdaten per Tablett oder Smartphone zugreifen.