#Zukunftstag@Rapp

Seit bald 20 Jahren dürfen Kinder am Nationalen Zukunftstag (früher Tochtertag) Berufe entdecken. Mädchen und Jungen begleiten Vater, Mutter oder eine Bezugsperson (Onkel, Tante, Götti, Nachbarin, Bekannte) zur Arbeit. Im Vordergrund steht der Seitenwechsel: Übliche Männer- und Frauenberufe sollen vom anderen Geschlecht erkundet werden. Der Tag bereitet Kinder auf die Berufswahlphase vor und gibt ihnen Mut. Mut, ihre Talente zu erkennen. Mut, ihr Berufsleben in der Zukunft ohne fixe Geschlechterbilder zu planen. Mut, Neues zu beginnen.  

#Zukunft heute

Morgens um 08.30 Uhr findet sich im Transitlager eine bunte Kinderschar ein. Salome Hug, Projektleiterin bei den Architekten, nimmt sie in Empfang und startet das Tagesprogramm mit einem Postenlauf quer durch das Open Space-Büro unseres Standorts am Freilager-Platz. An verschiedenen Posten erklärt Salome was die jeweilige Abteilung macht. Zurück im Sitzungszimmer folgt ein Brainstorming zum Thema Hausbau: Wie beginnt die Planung eines Hauses? Was kommt zuerst? An was muss man denken? Der Film unseres Lernenden Clemens Marti zeigt, an was er in seinem Berufsalltag alles denken muss.  

Dann zeigt Tobias Amrein sein Modell eines Ferienhauses. Als 3D-Plan, wie er dieses von innen und aussen im Detail am Computer gezeichnet hat. Aber auch als fertiggestellte Makette. Dann heisst es für die Kinder selber ran ans Modellbauen. Eifrig wird gezeichnet, zugeschnitten, gefaltet und geklebt. Die fertigen Häuschen lassen sich sehen!

Gestärkt vom Pizzaessen besichtigen die Kinder am Nachmittag eine Baustelle in Binningen. Das Mehrfamilienhaus befindet sich im Rohbau, die Schalung der Decke über 1. OG wurde gerade erstellt.

Am Schluss des ersten 'langen' Arbeitstages folgt die Zeit mit den Bezugspersonen am Arbeitsplatz. Dort wird nochmals hautnah erklärt, was die Aufgabe im Beruf ist und wie ein Alltag auf der Arbeit aussieht.

#Zukunft morgen

Es ist uns ein Anliegen, mit der Teilnahme am Zukunftstag, den Berufswahlhorizont und die Zukunftsperspektiven von Mädchen und Jungen zu erweitern. Wir organisieren den Zukunftstag bei Rapp deshalb bereits zum achten Mal mit einem tollen Programm. Von den Kindern bekommen wir übewiegend positive Rückmeldungen und sie machen jeweils motiviert und begeistert mit. Was uns sehr freut.    

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«Ich habe mir im Vorfeld nicht gross Gedanken gemacht, was ein Architekt oder ein Ingenieur macht und war von den Berufen eher überrascht. Vor allem der Modellbau und die Besichtigung der Baustelle hat mir sehr gut gefallen. Später möchte ich im Büro arbeiten.»

Sina Eberle aus der fünften Klasse war das erste Mal am Zukunftstag.

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«Mir hat der Tag ebenfalls gut gefallen. Obwohl ich schon wusste, was ein Architekt oder ein Bauingenieur macht. Ich weiss noch nicht, in welche Richtung mich meine Berufswahl führt, aber ich kann es mir absolut nicht vorstellen, den ganzen Tag im Büro zu sitzen.»

Maël Oliva aus der sechsten Klasse.

Nicht alle 16 Kinder haben mir verraten, was sie später werden möchten. Aber wer weiss, vielleicht war eine zukünftige Architektin oder Ingenieurin dabei. Wir hoffen es, für die Zukunft von morgen.