Parkplatzsuche war gestern

Parkplätze sind meist knappes Gut. Besonders in dichten Stadtquartieren. Da kann die Suche nach einem freien Parkplatz oft bis zu einer halben Stunde in Anspruch nehmen. Das produziert nicht nur Unmut, sondern auch unnötigen Verkehr.  

Weniger Ärger bei der Parkplatzsuche

Die digitale Revolution ermöglicht es, mittels IT-Technologien, die Parkplatzsuche zu verkürzen oder bei Überlastung der Parkplatzsituation am Zielort präventiv eine Alternative zu wählen (z.B. Park + Ride, Fahrgemeinschaften oder öffentlicher Verkehr). Mobilitäts-Apps informieren in Echtzeit darüber, wo sich freie Parkplätze befinden und zu welchem Tarif/zu welchen Bedingungen parkiert werden kann. Auch Vorreservationen über Buchungsplattformen sind möglich. Mit solch intelligenten Tools können Suchfahrten verkürzt oder gar vermieden werden. Gleichzeitig können die Anbieter von Parkplätzen – Städte, Gemeinden, Private – die vorhandenen Parkplätze besser auslasten und ein Überangebot vermeiden.

Technologie hinter Smart Parking

Analog einem Parkleitsystem, welches Besucher vom Stadtrand mit Wegweisern zu einem freien Parkhaus lenkt, können Parkplätze auf öffentlichem Grund in einem System erfasst werden. Damit wird ihr Status (frei/besetzt) einsehbar und kann vor oder auch während einer Fahrt abgerufen werden. Kernelement dabei ist die Erfassung der Parkplätze. Einzelplatzsensoren können die Belegung jedes einzelnen Parkplatzes erkennen und anzeigen. Da die Sensoren anfällig sind für Störungen (Schnee, Regen, Lichtverhältnisse, Druckausübung) werden sie bisher vorwiegend in gedeckten Parkhäusern genutzt. In verschiedenen Schweizer Städten laufen Tests zur Anwendung unterschiedlicher Sensortechnologien im öffentlichen Strassenraum. Die Ansätze reichen von in den Boden eingelassene Druck- / Infrarotsensoren bis zu kamerabasierten Erfassungssystemen oder Geofencing mittels GPS-Koordinatenerfassung.

Automatische Echtzeiterfassung mit Kamera

Bezahlte Parkzeit ist zu kurz? – Kein Problem!

Auch das Erheben und Bezahlen der Parkgebühren wird durch Smart Parking-Technologien vereinfacht. Die Parkgebühr kann direkt mit dem Handy oder via Web-Plattform entrichtet werden. Die Kontrolle erfolgt über das Nummernschild oder über den jeweiligen Sensor, der die Parkierungsdauer registriert. Neigt sich die bezahlte Parkzeit dem Ende zu, kann die Parkdauer verlängert werden, ohne dass dafür ein erneuter Gang zur Parkuhr notwendig ist.

Die Parkplatzanbieter können über die Belegungsdaten und auch über die Bezahldaten die Parkgebühren dynamisch festlegen und bei Bedarf der Nachfrage anpassen – gewissermassen ein «Mobility Pricing» für Parkplätze. Auch sind unterschiedliche Tarife möglich, z.B. nach Fahrzeuggrösse.

Smart Parking als Teil von Smart City

Smart Parking hat das Potenzial, die Mobilitätslandschaft und die städtischen Strassenräume nachhaltig zu verändern. Viele Soft- und Hardwareanbieter haben neue Produkte entwickelt, mit welchen sie sich in diesem noch jungen Markt etablieren wollen. Gleichzeitig ist verkehrsplanerisches Expertenwissen entscheidend, wenn es darum geht, Parkplätze am richtigen Ort und zu den richtigen Tarifen bereitzustellen. Denn Parkplätze bedeuten immer auch Verkehrsaufkommen.

Rapp hat sich im Zuge der Einführung der Parkraumbewirtschaftung Basel-Stadt umfassendes Know-how im Bereich Parkierung im öffentlichen Raum angeeignet und ist durch die Vernetzung zu Hochschulen und Herstellern direkt am Puls der aktuellsten Entwicklungen und innovativsten Technologien.